Translations:Manuals:BXFbl:Parametermenu/7/de

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Drehratenkonsistenz (Punkt D)

Bei PARAMETERMENÜ Punkt D lässt sich die Drehratenkonsistenz der Heckregelung anpassen. Diese Einstellung ist nur wirksam, wenn der Heckkreisel im HeadingLock-Modus betrieben wird, und bestimmt, wie stark der Heckkreisel versucht, eine per Knüppel vorgegebene Drehrate einzuhalten. Ist der Wert zu niedrig, äußert sich dies in einer ungleichmäßigen Heckdrehrate während Fahrtpirouetten und/oder bei Seitenwind - gegen den Wind dreht das Heck dann langsamer als mit dem Wind, und im Schwebeflug bei Seitenwind driftet der Heli langsam um die Hochachse. Ist der Wert dagegen zu hoch eingestellt, reagiert das Heck bei schnellen Richtungswechseln verzögert, und die Hecksteuerung fühlt sich sehr ungenau an. Außerdem kann das Heck nach einem Stopp leicht nachpendeln oder im Schwebe- bzw. Rundflug sanft hin- und herschwingen. Stelle den Wert daher nur so hoch wie unbedingt nötig ein.

Einstellpunkt D beeinflusst nur einen Teil der Regelung des Heckkreisels. Zuerst muss die Gesamtempfindlichkeit (Wirkstärke) des Heckkreisels über den Fernsteuersender eingestellt und damit auch der HeadingLock-Modus aktiviert werden.

  • Erfliege immer zuerst die maximal mögliche Heckkreiselempfindlichkeit (im HeadingLock-Modus), bevor Du die Drehratenkonsistenz veränderst.
  • Nach dem Verändern der Drehratenkonsistenz muss die Heckkreiselempfindlichkeit üblicherweise nochmals leicht angepasst werden! Beide Parameter beeinflussen sich gegenseitig.



Status-LED Drehratenkonsistenz
violett sehr niedrig
rot blinkend niedrig
rot mittel
blau blinkend hoch
blau sehr hoch



Zusatzinformation
Eine schlechte Heckperformance ist sehr häufig ein Zeichen für eine schwergängige Heckmechanik, Spiel in der Heckanlenkung oder ein ungeeignetes Heckservo! In diesem Fall reagiert das Heckrotorsystem nicht präzise genug und hindert den Heckkreisel daran, richtig zu arbeiten. Wenn Du die Drehratenkonsistenz nicht über "sehr niedrig" bzw. "niedrig" hinaus erhöhen kannst, ohne dass das Heck nach einem vollständigen Stopp zu pendeln oder zu schwingen beginnt, liegt sehr wahrscheinlich ein mechanisches Problem vor. Wenn das Heck andererseits selbst bei hoher Drehzahl nicht konstant dreht oder selbst bei der Einstellung "sehr hoch" gar nicht durchdreht, kann auch dies eine mechanische Ursache haben.

Stelle sicher, dass der maximale Anstellwinkel am Heckrotor weder zu groß noch zu klein ist. Ein zu großer Anstellwinkel kann zu einem Strömungsabriss am Heckrotor führen - der Heckrotor erzeugt dann kaum noch Schub, ähnlich wie bei zu kleinem Anstellwinkel. Prüfe außerdem die gesamte Heckmechanik auf Leichtgängigkeit ohne Verkanten. Stelle sicher, dass das Heckservo stark genug ist und mit ausreichend Strom versorgt wird (lange Zuleitungen führen zu hohem Spannungsverlust!). Prüfe, dass das Heckservo bei maximaler Auslenkung nicht kraftlos wird - dies kann passieren, wenn der eingestellte Impulsbereich größer ist, als für das Servo zulässig. Zu wenig Heckschub kann auch daran liegen, dass die Heckrotorblätter zu klein oder zu weich sind oder die Heckrotordrehzahl zu niedrig ist.

Um eine bessere Wirkung des Heckkreisels zu erzielen, prüfe außerdem die Länge des Servohorns: Wenn die Wirkstärke insgesamt sehr niedrig ist und das Heck sehr leicht zu schwingen beginnt, hänge das Anlenkgestänge am Servohorn weiter innen (näher zur Mitte) ein. Wenn andererseits eine sehr hohe Wirkstärke eingestellt ist und der Heckkreisel das Heck trotzdem in keiner Flugsituation sauber festhalten kann, hänge das Gestänge weiter außen ein, um eine schnellere Stellgeschwindigkeit zu erreichen.

Verändere die Drehratenkonsistenz bei Punkt D nicht, wenn das Heck bei abrupten Richtungswechseln nicht gut festhält - die Drehratenkonsistenz kompensiert keine plötzlichen Bewegungen! Erhöhe in diesem Fall stattdessen (wenn möglich) die Kreiselwirkstärke, oder nutze die Drehmomentvorsteuerung/RevoMix (Punkt F).